Ratgeberliteratur #1: Sei jemand, der dich glücklich macht. Oder denk an Blixa Bargeld.

Na klar! Ist doch logo! Natürlich braucht man keine Anderen oder Anderes, wenn man sich selbst glücklich macht. Also auf zu diesen autonomen Ufern! Sei Tom Hanks in Cast Away. Beziehe eine Insel und bleibe dabei, zumindest halbwegs, vernünftig. Denn so fühlt das sich nun mal an. Ohne jemanden zu sein. Also sich selber glücklich … Continue reading Ratgeberliteratur #1: Sei jemand, der dich glücklich macht. Oder denk an Blixa Bargeld.

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Zwei Telefonate/Zwei Worte

"Guten Morgen. Ich rufe Sie an." "Ja, was kann ich denn für Sie tun?" "Borderliner, dissoziativer Zustand gerade. Möchte zu meinem Partner, äh, Ex-Partner rüber gehen und an seiner Tür klingeln. Denke mir so, nun hab ich seinen Wahnsinn zwei Jahre getragen, nun ist er dran. Ist mir nichts schuldig, ich weiß. Aber das war der Deal doch. Füreinander da sein, einer bleibt immer Kapitän, wenn es dem anderen den Vogel raushaut. Und er liebt mich ja. HAHA. Ja, sehen Sie, das ist ein dissoziativer Zustand. Ich erklär Ihnen das mal: Phantasie und Realität verschwimmen auf eine Weise in meiner Wahrnehmung miteinander, dass ich dabei zusehen kann, wie ich mir die Welt so hinbaue, dass es aussieht, als wäre es ok, wenn ich jetzt hinginge und klingelte. Den Wunsch als Wahrheit sich selbst vorgespielt. Trennungstrauma, früher stundenlang auf Vater gewartet, Mutter überfordert, Angststörung. Familienmotto: Verlassen werden heißt, dass wir denken, dass wir sterben. Ja. Ich weiß, dass man von Gefühlen nicht sterben kann. Wie oft haben Sie denn als Kind Ihrer Mutter den Krankenwagen gerufen, weil sie sagt: Ich sterbe? Ja. Nein, ich kann nicht mit Ihnen heute Nachmittag in die Kunsthalle fahren, da haben Sie recht. Aber ja, vielen Dank, dass sie drei Mal wiederholen, dass Sie das als Lösung empfinden würden." Ernsthaft? Ernsthaft. Er sagt es drei Mal. Ich weiß nicht genau, was er mir mitteilen will: dass er mit seinem Freund in die Kunsthalle fährt, dass, wenn wir in der selben Stadt leben würden, die beiden mich einfach mitnehmen würden. Und dann sagt er zwischendurch: Aber wir bei der Seelsorge haben ja den Grundsatz, keine persönlichen Kontakte, das ist uns ganz wichtig. Fünf Minuten später sagt er es noch einmal: "Dann könnten Herbert und ich Sie mitnehmen. Wo wohnen Sie eigentlich, wenn ich fragen darf." Mir wird eisig. "Im Süden" sage ich. Ich sage nicht: Was zum Teufel? Spiegelt er meinen dissoziativen Zustand? Ist er ein perverser Telefonseelsorgemasturbator? Aber immerhin. Er hat mir eine Geschichte erzählt: Er möchte mir 5 Buchstaben in zwei Worten mitgeben, nämlich: "N