Mögliche Phantasien zu Handlungsmacht und Verantwortungsfähigkeit.

Du erlaubst es – aber ich tue es:

Phantasie der eigenen Handlungsermächtigung aufgrund einer Schwäche eigene Handlungen als handlungsmächtig anzuerkennen.

Ich tue es – aber du erlaubst es:

Phantasie, die Verantwortungsübernahme für eigenes als handlungsmächtig erkanntes Handeln abzugeben.

Du tust es – aber ich erlaube es:

Phantasie der Grenzsetzungsmacht und der Übernahme des Verantwortungsbereich des Anderen. “Hier kannst du ganz Du sein, ich nehme Dich an, wie du bist” mit dem eventuell phantasierten Umkehrschluss “So musst auch Du mich dann annehmen, wie ich bin, denn ich habe dir hiermit bedingungslose Liebe beigebracht.”

Ich erlaube es – aber du tust es:

Phantasie der Ermächtigung der Verantwortungsübernahme des Anderen “Ich biete Dir eine Fläche an, aber letztlich musst du deine Handlungen selbst verantworten”; Phantasie der Verleumdung eigener Grenzsetzungsmacht “Zwar erlaube ich es, aber du bleibst der Täter, und ich bleibe das Opfer, wenn du es tust”, eventuell verbunden mit der Phantasie des plötzlichen, wertgenerierenden Handlungsabbruchs “Du erlaubst es zwar, aber ich will es [deshalb (weil du es nicht verdient hast) oder deshalb (weil ich es mir selbst gegenüber nicht verantworten kann) oder deshalb (weil es keine Grenzüberschreitung mehr ist, wenn du es erlaubst) oder deshalb (weil du dir nicht genügend Selbstwert zurechnest, um als mündig zu gelten)] nicht tun.”

Mama wird nie von selbst aufhören.

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