Fight or flight… or play dead a.k.a. freeze

Ich habe Angst vor dem Alleine sein, weil ich mit meinem inneren Monster manchmal nicht gut leben kann.

Ich denke: Es ist eigentlich alles egal. Du kannst dich wegwerfen, streng mit dir sein, freundlich zu dir sein. Das Monster bleibt. Es wird immer wieder brüllen und randalieren. Schon möglich, dass du sehen kannst: Oh, es geht, ich komme da durch. Oh, sieh an, ich war freundlich zu mir und ich bin durch diese Situation durchgekommen.

Aber was hilft das, wenn das Monster immer wieder kommt?

Ich weiß, ich muss funktionieren.  Aber ich weiß nicht, wie ich das Funktionieren erträglicher machen kann.

In angstbesetzten Situationen, so sagen biologistisch argumentierende Psychologen, fährt unser Körper ein somatisch einprogrammiertes Muster: Fight or flight. Und manche fügen hinzu: or freeze.

Fight, das wäre sowas wie: hart sein, stark sein, weitermachen, sich stellen, dem Monster die Zähne zeigen und es bei Bedarf zerfleischen. Nachteil: Ist Kannibalismus, da es ja ein Teil von mir ist.

Flight, das wäre sowas wie: Drogen nehmen, trinken, ausweichen, dissoziieren, Dinge sehen, die nicht da sind. Zum Beispiel Zuneigung imaginieren.

Freeze, das wäre sowas wie: suizidale Phantasien als Entlastungsspiel oder Quatsch im Internet machen.

Also, was soll es sein?

Ich friere. Hier im Internet. Auf vielen Ebenen.

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