Omnipotente Kompensation: Herzchen für Hulk

Bürgin und Rost (1997) meinen, traumatisierende Situationen seien durch eine ausgeprägte Asymmetrie von Macht und Ohnmacht gekennzeichnet, welche ein Übermaß an Angst erzeuge; das Opfer suche deshalb nach omnipotenter Kompensation. Diese kann zum Beispiel Aggression – also auch Wut und Haß – sein. (Birger Dulz 1999: 32)

Zwei Tüten Nüsse zu Mus zerdrückt, gebrüllt, im zwischenmenschlichen Kontakt ein paar Mal tief durchgeatmet. Dann einen Button in der Manteltasche gefunden. Ständiger Beruhigungsbegleiter: Zeigefingerkuppe sanft an Nadelspitze pressen. Find ich schon gar nicht so unerstaunlich: einen ganzen Hulk mit einem arbiträren Button aufhalten.

Diese Angst ist ungerichtet und ein Ausdruck dessen, daß die Borderline-Persönlichkeit jederzeit mit einer erneuten Traumatisierung (einschließlich Verlassenwerden, Vernachlässigung und Mißachtung) rechnet – durch wen, wann, wo und wie auch immer (ebd.).

Seufz.

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